Park of China

Longmen-Grotten, Luoyang

洛阳龙门
Der Vairocana-Buddha von Longmen
Der Vairocana-Buddha von Longmen

Überblick

EinstufungUNESCO-Welterbe (Kulturerbe, 2000)
Nationalpark (1. Liste)
AAAAA-Touristenattraktion
ProvinzHenan
LageAm Yi-Fluss südlich von Luoyang, Henan
Breite, Länge34.6, 112.5 Google Maps
HöhepunkteBuddhistische Skulpturen, kalligrafische Inschriften
HauptsehenswürdigkeitenDer große Vairocana-Buddha
Städte in der NäheLuoyang
Orte in der NäheShaolin-Kloster 43km, Song Shan 46km, Wangwu Shan 71km, Yuntai Shan (Henan) 127km, Wangmang-Kamm 160km
Umkreissuche
ThemenGrotten, Statuen, Buddhismus, Kultur & Geschichte, Inschriften, Briefmarken

Beschreibung

Die Longmen-Grotten, eine der drei großen Grottenanlagen Chinas, sind 12 km südlich von Luoyang (Henan) am Ufer des Yi-Flusses in den Longmen-Berg gehauen. Der Berg, ein Ausläufer des Xiong’er-Gebirges, teilt sich in zwei einander gegenüberliegende Hügel mit dem Fluss dazwischen, ein natürliches Tor, das „Yi-Tor“ (Yique) genannt wird. Das Westufer ist steil; in über 400 Jahren Bildhauerarbeit von der Nördlichen Wei bis zur Nördlichen Song entstanden auf einem 1 km langen Abschnitt 2.345 Höhlen und Nischen, fast 110.000 Figuren, über 2.800 Inschriften und mehr als 40 Pagoden – mehr als an jeder anderen Grottenstätte Chinas.

Der Fengxian-Tempel ist die größte Höhle, auf jeder Seite über 30 m; seine 17,14 m hohe Statue des Vairocana-Buddha gilt als Meisterwerk. Weitere Höhlen sind die mittlere Binyang-Höhle, die Guyang-Höhle und die Rezepthöhle. Die „Zwanzig Longmen-Inschriften“ sind die besten Werke der Kalligrafie der Nördlichen Wei, und die Stele der buddhistischen Nische von Yique von der Hand des Tang-Kalligrafen Chu Suiliang ist ein Vorbild der Regelschrift der frühen Tang-Zeit.

Der Osthügel heißt Xiangshan (Duftender Hügel); in seinem Tempel soll der Tang-Dichter Bai Juyi seinen Lebensabend verbracht haben, und sein Grab, der Bai-Garten, liegt am Nordfuß.

Die Arbeiten begannen etwa zu der Zeit, als Kaiser Xiaowen der Nördlichen Wei 494 die Hauptstadt nach Luoyang verlegte, und erreichten unter den Tang ihren Höhepunkt.

Die mittlere Binyang-Höhle war ein kaiserlicher Auftrag der Nördlichen Wei, an dem 24 Jahre gearbeitet wurde; ihre Reliefs der Prozessionen von Kaiser und Kaiserin wurden in den 1930er-Jahren herausgeschlagen und befinden sich heute im Metropolitan Museum of Art in New York und im Nelson-Atkins Museum in Kansas City.

2000 wurden die Grotten als Kulturerbe in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Sie gehören zur 1. Liste der Nationalparks Chinas (nationale Landschaftsgebiete), die der Staatsrat 1982 festlegte.

Reisetipps

Anreise: Der nächste Schnellzugbahnhof ist Luoyang Longmen; Busse und Taxis fahren von der Stadt oder vom Bahnhof zur Anlage.

Buchung: Tickets müssen vorab unter echtem Namen für ein Zeitfenster gebucht werden; an Feiertagen sind sie oft ausgebucht.

Westhügel: Die wichtigsten Höhlen liegen am Westufer des Yi-Flusses. Am Uferweg von Norden nach Süden folgen Qianxi-Tempel, Binyang-Höhlen, Zehntausend-Buddha-Höhle, Lotoshöhle, Fengxian-Tempel, Guyang-Höhle und Rezepthöhle.

Fengxian-Tempel: Der große Vairocana-Buddha blickt nach Osten, daher ist das Licht am Vormittag besser. Zu ihm führt eine lange Treppe.

Osthügel: Über die Brücke am Südende des Westhügels ans Ostufer, mit den Höhlen Kanjing-Tempel und Leigutai und einem Blick zurück über den Fluss auf den Westhügel.

Xiangshan-Tempel und Bai-Garten: beide auf dem Osthügel und am Weg.

Zeit: Westhügel sowie Osthügel, Xiangshan-Tempel und Bai-Garten brauchen etwa einen halben Tag.

Abendbesuch: Im Frühjahr und Sommer ist die Anlage zeitweise abends geöffnet, aber nur Westhügel und Xiangshan-Tempel; Osthügel und Bai-Garten sind nachts geschlossen.

Jahreszeit: Frühling und Herbst sind am besten; während des Pfingstrosenfests von Luoyang im April kommen mehr Besucher. Der Sommer ist heiß, und an den Wegen gibt es wenig Schatten.

Hinweis: Vielen Statuen fehlen Köpfe oder Hände, meist durch Diebstahl im frühen 20. Jahrhundert. Das Berühren der Statuen ist in der Regel nicht erlaubt.

Briefmarken

Am 5. September 1993 gab die China Post die Serie 1993-13 „Longmen-Grotten“ heraus, vier Marken und einen Block: der Vairocana-Buddha des Fengxian-Tempels (Tang), der Shakyamuni der mittleren Binyang-Höhle (Nördliche Wei), ein Himmelskönig, der auf einen Yaksha tritt, im Fengxian-Tempel (Tang), der linke begleitende Bodhisattva der Guyang-Höhle (Nördliche Wei) und der Fengxian-Tempel.

Briefmarke: Longmen-Grotten Briefmarke: Longmen-Grotten Briefmarke: Longmen-Grotten Briefmarke: Longmen-Grotten Briefmarke: Longmen-Grotten

Die zweite Marke der Dauerserie R24 „Chinesische Grottenkunst“ von 1988 zeigt einen Tang-zeitlichen Wächter aus Longmen.

Briefmarke: Chinesische Grottenkunst

Banknoten und Münzen

Die 2006 von der Chinesischen Volksbank herausgegebene 5-Yuan-Münze „Weltkulturerbe: Longmen-Grotten“ zeigt auf der Rückseite den Vairocana-Buddha sowie den Himmelskönig und die Wächterfiguren des Fengxian-Tempels.

Die Chinesische Volksbank hat die Gold- und Silbermünzen „Chinesische Grottenkunst: Longmen“ herausgegeben.

Karte

Die Longmen-Grotten säumen beide Ufer des Yi-Flusses, nördlich liegt das Stadtgebiet von Luoyang; Schummerung und 100-m-Höhenlinien
Die Longmen-Grotten säumen beide Ufer des Yi-Flusses, nördlich liegt das Stadtgebiet von Luoyang; Schummerung und 100-m-Höhenlinien © OpenStreetMap-Mitwirkende · Gelände © Copernicus · Kartennachweis

Bildnachweis: Der Vairocana-Buddha von Longmen: Gisling (CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons)

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